Bestes Saisonergebnis im letzten Rennen

 

Am Sonntag den 20. Oktober ging es bei sehr schwierigen Witterungsbedingungen auf das letzte Rennen der Saison. Ich hatte mich für die kurze Distanz über 66 Kilometer angemeldet.

 

 

In einem vom Start weg sehr schnell geführten Rennen stellte ich nach 5-7 Kilometern fest, dass ich mich in einem circa 32-Mann-großen Hauptfeld befand und alle anderen Kontrahenten schon ordentlich Federn gelassen hatten. Einige wenige Fahrer versuchten sich an kleinen Anstiegen mit Ausreißversuchen vom Hauptfeld abzusetzen, was aber weitesgehend ohne Erfolg blieb.

In der Folge fielen bei diesen Tempoverschärfungen vereinzelt einige wenige Fahrer ab. Ohne je selbst Führungsarbeit im Hauptfeld zu leisten, konnte ich diesen Angriffen aber standhalten.

 Insgesamt war die Führungsarbeit im Hauptfeld auf nur wenige Fahrer begrenzt. Ca. 20 Kilometer vor dem Ziel konnten sich 4 Fahrer entscheidend absetzen und es schien nicht zu gelingen diese wieder einzuholen. Deshalb beschloss ich selbst einen Angriff zu fahren, um zu den Ausreißern aufzuschließen. Es fehlten noch schätzungsweise 50 Meter, um in den Windschatten dieser 4 Fahrer zu gelangen, als mich die Kräfte verließen. Ich musste mich zurück ins Hauptfeld fallen lassen. Am letzten Anstieg etwa 7 Kilometer vor dem Ziel wurde ich von einem Angriff überrascht, als ich mich etwas zu weit hinten im Hauptfeld befand. Das Hauptfeld teilte sich in zweit etwa gleich große Felder. Das vordere Feld konnte eventuell noch zu den Führenden aufschließen.

Auf der langen Zielgeraden, die ein nasser Kopfsteinpflasterberg Richtung Seebrücke von Sellin war, konnte ich in meinem Feld keine vordere Platzierung mehr erzielen. Ich ging aus dem Sattel und hatte damit überhaupt keine Übertragung auf den Boden, ein technischer Fehler, der mir erst nach einigen Metern bewusst wurde.

Am Ende stand der 21. Platz von 160 Fahrern und damit, an der Zahl der Teilnehmer gesehen, mein bestes Saisonsergebnis. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeitsgeschwindigkeit von 39,7 km/h, was für die schwierigen Witterungsverhältnisse sehr schnell war, fehlten am Ende lediglich 40 Sekunden zum Erstplatzierten.

Leider wurde mir erst am nächsten Tag in der Ergebnisliste klar, dass ich damit in meiner Altersklasse sogar Zweiter geworden war.

Da ich nicht damit gerechnet hatte, war ich leider nicht bei der Siegerehrung.

 

Sicher wieder einer von „vielen Fehlern“ im Laufe der Saison. Meine gesetzten Saisonziele konnte ich trotz einiger Rückschläge weitesgehend erreichen.

Für mich viel entscheidender ist aber, dass meine Entwicklung absolut schnell voran gegangen ist.

Sowohl technisch, taktisch, als auch konditionell habe ich große Fortschritte gemacht. Und das nach nur gut einem Jahr im Radsport.

 

Jetzt geht es in eine 2-3-wöchige Pause, bevor es dann, unter anderem auch wieder im Fitnessstudio, in Vorbereitung auf die Saison 2020 geht.