[vc_row][vc_column][vc_single_image image=“12644″ img_size=“746 x 420″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_wp_text title=“Gutes Ergebnis nach meiner größten Qual, die ich überhaupt im Sport erlebt habe“]Auf dem Beitragsbild hier, einige Minuten vor dem Start, war mir noch nicht bewusst, dass es wohl die größte Qual überhaupt in meiner sportlichen Laufbahn werden sollte.

Die gute Nachricht zuerst: Glücklicherweise konnte ich dieses mal im Startblock A starten.

Ich habe schlecht ins Rennen gefunden und musste viele Fahrer passieren lassen. Irgendwie war die Tagesform und die Beine nicht gut am heutigen Tag.

So kam es bereits nach 8-10 Kilometer zu einer Situation, die für den Ausgang des Rennens entscheidend sein sollte.

Das Tempo in meinem Verfolgerfeld war einfach zu hoch und ich war ganz am Ende dieses Feldes angelangt. Hinter mir war aber gefühlt einen Kilometer weit kein anderer Fahrer zu sehen. Das heißt ich hatte die Wahl. Entweder ich lasse Federn, hätte einige Kilometer alleine gegen den Wind fahren müssen und nach vorne wäre dann vermutlich gar nichts mehr gegangen. Oder ich versuche irgendwie mit aller Macht an meinem Feld dran zu bleiben.

Für Variante zwei hatte ich mich entschieden und ich musste dazu etwa 20 Minuten im maximalen Pulsbereich fahren. Erst dann wurde phasenweise ein kleines bisschen Intensität rausgenommen.

Ab Kilometer 66 hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass das Tempo angenehm ist. Das nutzte ich aus, um mich vom Ende des Feldes in eine bessere Position vorzuarbeiten.

Darin sah ich zwei Vorteile. Zum einem wollte ich vor den beiden kleinen, steilen Anstiege am Störmthaler See eine bessere Ausgangsposition haben. In der vorherigen Runde hatten mich an dieser Stelle nämlich ängstliche Fahrer in der Kurve zuvor und Fahrer mit einen schlechteren Schaltgruppe extrem ausgebremst. Zum anderen wollte ich mir natürlich bereits eine gute Ausgangsposition für einen Zielsprint erarbeiten.

Leider fingen kurz vor diesen beiden Anstiegen heftigste Krämpfe in meinem linken Oberschenkel an.

Und zum anderen wurde vor diesen beiden Hügeln aufgrund der engen Spurbreite wieder fast auf Null heruntergebremst.

Unter Schmerzen quälte ich mich noch den Anstieg hinauf, an dem ich kurzzeitig sogar ins Gras ausweichen musste, weil Fahrer mit Problemen an der Schaltung fast stehen blieben.

Danach ging gar nichts mehr. Dem nun minimierten Feld konnte ich nicht mehr folgen. Hinter mir war aber auch niemand mehr so richtig zu sehen.

Auf den letzten etwa 12 Kilometern ging es nur noch darum irgendwie ins Ziel zu kommen und nicht mehr von anderen Fahrern eingeholt zu werden.

 

Am Ende stand ein 211. Platz von etwa 800 Fahrern. Die Zielstellung, meine erste Top 200 Platzierung in einem Rennen des German Cycling Cup zu erreichen, habe ich knapp verpasst.

Dennoch bin ich mit der Leistung zufrieden, da ich trotz schlechter Tagesform das beste daraus gemacht habe und ich es geschafft habe, mich zu quälen, wie nie zuvor.

Selbst meine beiden Halbmarathons letztes Jahr aus der Kalten und einmal mit einer Woche Training kommen vom „Quälfaktor“ nicht an den heutigen Tag heran.

Man könnte mir jetzt natürlich die Frage stellen, warum die Tagesform schlecht war. Aber da kann ich selbst nur mutmaßen. Eventuell ist es der Tatsache geschuldet, dass ich 2 Wochen lang, aufgrund eines Defektes an meinem Rennrad, nicht trainieren konnte und ich momentan einfach wieder ein völlig übertriebenes Pensum an Arbeit und Projekten habe.

Wer mich gut kennt, weiß aber, dass ich so etwas in den nächsten Tagen ausführlich analysiere und schaue, was ich verbessern kann.[/vc_wp_text][/vc_column][/vc_row]